SPD Ortsverein St. Arnual mit „Daarle gegen Rassismus und Gewalt“ zum  Bundesweiten Wilhelm-Dröscher-Preis nominiert

Große Freude beim SPD Ortsverein St. Arnual: Vor knapp zwei Jahren hatte man in dem Saarbrücker Stadtteil überparteilich, von der“ Arbeitsgemeinschaft St. Arnualer Ortsvereine und Kirchengemeinden“ getragen, die Aktion „Daarle gegen Rassismus und Gewalt“ gestartet. Nun flatterte den Genossinnen und Genossen um den Vorsitzenden Dr. Burkhard Jellonnek die Nominierung für den renommierten Wilhelm-Dröscher-Preis ins Haus. Vom 14. bis 16. November 2013 dürfen die St. Arnualer Kommunalpolitiker beim Bundesparteitag in Leipzig ihr Projekt der hochkarätig besetzten Jury und dem  Vorsitz von Bundesministerin a.D. Heide Wieczorek-Zeul und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles  in den Messehallen vorstellen. „In der Rubrik gegen Rechtsextremismus wurden bundesweit sechs Projekte nach Leipzig eingeladen, das ist eine große Ehre für uns“, freut sich Vorsitzender Dr. Burkhard Jellonnek.

Vor dem Hintergrund der NSU-Mordserie hatte der SPD Ortsverein St. Arnual die Idee, im Bereich des Stadtteils St. Arnual die Initiative für eine zeitlich unbefristete Stellungnahme gegen Rechtsextremismus zu ergreifen. Nicht zuletzt Bundespräsident Joachim Gauck hatte deutlich gemacht, dass angesichts der Mordserie staatliche Einrichtungen allein überfordert seien. Auch die Zivilgesellschaft müsse nach den Worten des Bundespräsidenten deutlich machen, dass kein Platz für rechte Umtriebe in der Gesellschaft sei und dass diese Menschen sich eben nicht auf eine schweigende Mehrheit im Rücken berufen können.

Vor diesem Hintergrund hat der SPD Ortsverein St. Arnual alle Vereine, Kirchen und sonstigen Institutionen aufgerufen, die von ihm initiierte Aktion „Daarle gegen Rassismus und Gewalt“ zu unterstützen. Alle demokratischen politischen Parteien haben sich der Initiative angeschlossen, ebenso alle Sportvereine, alle Kirchengemeinden und viele andere Einrichtungen. Das Netzwerk wurde auf dem Daarler Dorffest 2012 gegründet, das Logo wurde als  Button in tausender Auflagen der Renner auf vielen Veranstaltungen. Es gab eine Informationsveranstaltung mit dem Direktor des Saarländischen Verfassungsschutzes, Dr. Helmut Albert,  vor fast hundert Beteiligten über die Gefahren des Rechtsextremismus im Saarland. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit der Saarbrücker Zeitung ein großes Foto-Shooting auf dem Daarler Markt veranstaltet, zu dem über 200 Menschen an einem Sonntagnachmittag gekommen sind, um ihr Engagement in der Sache zu dokumentieren.  Geplant ist aktuell eine Seminar-Veranstaltung mit der Jugendfeuerwehr zum Thema rechtsextremistische Musik. „Die Aktion geht nicht zuletzt mit dem Rückenwind aus Leipzig weiter, denn uns ist klar“, so Burkhard Jellonnek, „dass wir mit dieser präventiven Arbeit ständig am Ball bleiben müssen.“

Vortrag des "Daarler Bündnisses" fand ein starkes Echo

Mehr als 80 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten  den Vortrag von Helmut Albert, dem Direktor des saarländischen Verfassungsschutzes. Er sprach beim "Daarler Bündnis gegen Rassismus und Gewalt" über Neonazis im Saarland. Die lokale Initiative, der Parteien, Vereine und die Kirchengemeinden angehören, will ein Zeichen gegen Extremismus setzen.

Großer Zuspruch für örtliches Bündnis gegen Rassismus und Gewalt

Das von der SPD St. Arnual initiierte überparteiliche "Bündnis gegen rechts" findet immer mehr Zustimmung. Auch beim Daarler Dorffest trugen sich viele Gäste in die Unterstützerlisten ein. Das Bündnis wendet sich „gegen jede Form von Rassismus und Gewalt“. Es wird von den demokratischen Parteien und der Arbeitsgemeinschaft der Daarler Vereine und Kirchengemeinden unterstützt.

In ihrem Aufruf heißt es: „Wir wollen ein freundliches, vielfältiges und weltoffenes St. Arnual. Hier sollen alle sich wohlfühlen können und sich sicher fühlen. Hier soll der Alltag geprägt sein durch gegenseitige Achtung und die Freude am Miteinander.“ Im Logo ist die Botschaft zusammengefasst: „Daarle sagt Nein zu Rassismus und Gewalt.“ Für diese gebe es „keinen Platz in St. Arnual und anderswo“.

T e r m i n
Am 16. September setzen Daarler Bürger(innen) "Ein Zeichen gegen rechts". Treffpunkt ist um 14.30 Uhr auf dem St. Arnualer Markt.

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